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Grafische Darstellung Handlungsbedarf Klimatool-Box Gemeinden
Die Klima-Toolbox hilft anhand des Einflusses des Klimawandels und der Wichtigkeit der künftigen Veränderung den Handlungsbedarf einzelner Massnahmen zu beurteilen.  

Die Klima-Toolbox Graubünden ist ein Hilfsmittel für Gemeinden, um dem Klimawandel und seinen Folgen auf kommunaler Ebene passend zu begegnen. Mit den Kennwerten zur lokalen Wirtschaft, Bevölkerung und Umwelt werden zunächst die wichtigsten Herausforderungen des zukünftigen Klimas ermittelt. Danach bestimmen Vertretende der Gemeinde in einem Workshop passende Massnahmen für einen Aktionsplan. Der Kanton unterstützt die Gemeinden in der Anwendung der Klima-Toolbox. 

Die Gemeinden sind gefordert, in ihrem Kompetenzbereich die Anstrengungen von Kanton und Bund zum Schutz des Klimas zu unterstützen und die eigenen Risiken des Klimawandels erheblich zu verringern. Die Klima-Toolbox Graubünden unterstützt die kommunalen Behörden darin, die Herausforderungen des Klimawandels für ihre Gemeinde zu erkennen und ein passendes Massnahmenpaket zu schnüren. Die Klima-Toolbox Graubünden ergänzt die kantonale Klimastrategie und den Aktionsplan Green Deal für Graubünden (AGD), welche die klimaschädlichen Gase bis im Jahr 2050 auf Netto-Null verringern und die Risiken des Klimawandels auf ein tragbares Mass reduzieren wollen.

Dreistufiges Vorgehen mit Unterstützung vom Kanton

Die Klima-Toolbox besteht aus drei Teilen. In einem ersten Teil werden Daten zu den wirtschaftlichen Verhältnissen der Gemeinde, zur Bevölkerung vor Ort und zu Natur und Umwelt in ein gemeindeeigenes Geschäftsmodell übertragen. Dieses Geschäftsmodell wird anschliessend mit den Herausforderungen des künftigen Klimas verglichen. Das Geschäftsmodell bezeichnet die wichtigsten Risiken und weist allenfalls auch auf Chancen für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt vor Ort hin. So zeigt sich zum Beispiel, welche wirtschaftlichen Konsequenzen die steigende Schneefallgrenze haben kann, wie riskant die zunehmende Hitze für die Bevölkerung ist, oder was die steigende Temperatur für landwirtschaftliche Kulturen oder den Wald bedeuten kann. 

Um den Risiken passend zu begegnen und allfällige Chancen zu nutzen, diskutieren Politik und Verwaltung an einem halbtägigen Workshop und im Beisein von Expertinnen und Experten des Kantons passende Massnahmen. In diesem zweiten Teil werden Massnahmen festgelegt und deren Umsetzung in einem Aktionsplan geplant. In einem dritten Schritt setzt die Gemeinde die Massnahmen des Aktionsplanes um. 

Die ersten beiden Teile der Klima-Toolbox bereitet der Kanton in Zusammenarbeit mit der Gemeinde vor.

Der dritte Teil – die Umsetzung der Massnahmen des Aktionsplanes – ist Aufgabe der Gemeinde.

Gemeinden können gerne unter klimawandel@gr.ch ihr Interesse anmelden.

Wegweiser Klimastrategie für Gemeinden Eine Anleitung in acht Schritten (Bundesamt für Umwelt BAFU)

Zum kommunalen Klimaschutz existieren bereits viele gute Ansätze. Diese sind aber oftmals in einzelnen Bereichen angesiedelt und es fehlt eine systematische und ganzheitliche Vorgehensweise. Hier setzt der Klimawegweiser an: Schritt für Schritt zeigt er auf, wie Sie als Gemeinde das Klimaziel Netto-Null erreichen und wie Sie auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren können. Der Wegweiser richtet sich an kleine und mittlere Gemeinden und erleichtert ihnen das Erarbeiten einer systematischen Klimastrategie. Sie können nach den jeweiligen Prioritäten entscheiden, ob sie eine Klimastrategie für die Reduktion der Treibhausgase, die Anpassung an den Klimawandel oder kombiniert für beide Themen erarbeiten wollen. Die Anleitung zeigt für beide Bereiche die einzelnen Schritte auf und verweist auf bestehende Tools, konkrete Beispiele sowie Hintergrundinformationen.